Link des Tages: Interview mit Dr. Jan Leidel, Vorsitzender der StIKo

Als Ergänzung zu den letzten Posts hier bei mir, die sich aus gegebenem Anlass mit dem Impfthema befassten:

Interview mit Dr. Jan Leidel, dem Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission, mit vielen klaren Statements und Sachinformationen. Wie sagt man: Lesebefehl!

http://www.dw.com/de/kein-autismus-durch-impfungen/a-37123766


 

Für alle, die sich gruseln möchten, hier nochmal ein Special der Lanka-Gemeinde, bei der offenbar jede Fähigkeit zur Aufnahme und Verarbeitung von Informationen per deutscher Sprache verloren gegangen ist.

Ich entschuldige mich in aller Form für die Zumutung, diesen Beitrag verlinkt zu haben… aber wir sollten schon der Wahrheit ins Auge sehen… oder so…. Link des Tages ist das aber ausdrücklich nicht. Eher abschreckendes Beispiel des Tages.

Was ist die Durchimpfungsrate?

Die Durchimpfungsrate ist der Prozentsatz an Geimpften, der einen Herdenschutz garantieren kann. Er ist für verschiedene Krankheiten unterschiedlich, das beruht auf statistischen Prognosen. Wer möchte nur mal schauen, wie sich Masernerkrankungen entwickeln, wenn die Masern-Durchimpfungsrate 85 Prozent unterschreitet? Bitte sehr:

measles

Quelle: Health Protection Agency, Vereinigtes Königreich

Mir ist schlecht…

lanka
„Newsletter“ der Webseite wissenschafft plus

http://wissenschafftplus.de/cms/de/newsletter-archiv?caribaCMS=3223b0d295857bc61d8cccad3f8a0a16

 

Liebe Leserinnen und Leser,

heute abend ist mein Blutdruck heftig angestiegen. Uneigennützig wie ich bin, möchte ich Euch daran gern teilhaben lassen. Was ist los?

Das Umfeld des unsäglichen Virenleugners, Impfgegners und Freundes der Neuen Germanischen Medizin, Stefan Lanka, verbreitet triumphierend die Meldung, dass vor dem Bundesgerichtshof der „Masernprozess“ gegenüber Dr. David Bardens, hinlänglich bekannt in der skeptischen Szene, „endgültig gewonnen“ worden sei. Das wird nun unmittelbar mit der himmelschreiend verlogenen Aussage verbunden, dass die Juristen Lanka nun auch noch inhaltlich recht gegeben hätten – in seiner Aussage, ein Masernvirus existiere nicht und Dr. Bardens habe hierzu auch keinen Beweis beigebracht.

Diese Leute schrecken vor keiner Lüge und Verdrehung zurück.

Wir erinnern uns: Lanka hatte eine Summe von 100.000 Euro für denjenigen ausgelobt, der ihm durch Vorlage einer Studie beweise, dass ein Masernvirus existiere. Dr. Bardens legte eine Reihe von anerkannten Veröffentlichungen vor, was Lanka jedoch keineswegs veranlasste, sich geschlagen zu geben. Woraufhin David Bardens die ihm ausgelobte Zahlung einklagte. Erstinstanzlich bekam er Recht, zweitinstanzlich -vor dem OLG Stuttgart- nicht. Und zwar keineswegs, weil der geforderte inhaltliche Nachweis nicht erbracht sei. Nein, aus rein juristischen Gründen. Ein Anspruch aus einer Auslobung ist nämlich deshalb nicht einklagbar, weil bei einer Auslobung kein gegenseitiger Vertrag zustande kommt, der wechselseitige Ansprüche  begründet. Bei einer Auslobung entscheidet allein der Auslober, ob er die Auslobungskriterien für erfüllt hält oder nicht. Er kann sich gar aus mehreren Ergebnissen, die an sich gleich zu bewerten wären, nach seinem Gusto eines aussuchen und diesem die Prämie zugestehen – oder auch nicht. Das ist geltendes Recht und kann in jedem BGB-Kommentar nachgelesen werden.

Insofern hatte das OLG Stuttgart gar nicht inhaltlich zu urteilen, sondern konnte nur Lankas Erklärung entgegennehmen, nach seiner Ansicht seien die Auslobungskriterien nicht erfüllt – weil nicht eine (wie gefordert), sondern sechs Studien vorgelegt worden seien…

Es war offensichtlich dem OLG Stuttgart selbst peinlich, das Verfahren so enden lassen zu müssen. Weshalb der Vorsitzende Richter sich auch in seinem Schlusswort in aller Deutlichkeit dazu erklärt hat: Das Gericht habe inhaltlich keineswegs im Sinne von Lanka entschieden, darum sei es nicht gegangen. Die Impfgegner um Lanka wurden vom Gericht regelrecht ermahnt, dies nicht falsch auszuschlachten.

Eine Revision wurde nicht zugelassen – dies wäre nur möglich gewesen, wenn es sich um eine Angelegenheit von grundsätzlicher Bedeutung oder um eine bislang noch nie entschiedene Frage gehandelt hätte. Und hier nicht missverstehen: Um im JURISTISCHEN SINNE grundsätzlich bedeutsame bzw. noch nicht entschiedene Fragen, nicht um den Tatsacheninhalt des Prozesses! Die Rechtslage zu Auslobungen ist aber völlig klar, unumstritten und in jedem guten Lehrbuch zum Schuldrecht nachzulesen.

Dr. Bardens hat gegen die Nichtzulassung der Revision Rechtsbeschwerde eingelegt, also einen rein juristischen Weg eingeschlagen, die inhaltliche Auseinandersetzung um die Auslobung und die Masernvirenfrage war mit dem Sitzungsende beim OLG Stuttgart beendet. Ob das nun so klug war, mag überlegenswert sein.

Jedenfalls, auch mangels Veröffentlichung oder Pressemitteilung des BGH lässt sich festhalten:

  • Der BGH hat inhaltlich nicht im Sinne des Impfgegners und Virenleugners Lanka entschieden. Er hat überhaupt nicht inhaltlich entschieden.
  • Er hat -soweit bislang einschätzbar- eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen die Verwehrung der Revision zum zweitinstanzlichen Urteil des OLG Stuttgart verworfen.
  • Das ist ein rein formaljuristischer Vorgang.
  • Bestätigt dürfte der BGH nur eines haben: Die Entscheidung über die Nichtzulassung der Revision beim OLG Stuttgart. Diese war rechtsfehlerfrei. Nicht mehr.
  • Zu den Tatsachen hat der BGH keine Entscheidung getroffen. Es bleibt beim Schlusswort des Vorsitzenden des Zivilsenats beim OLG Stuttgart, siehe oben.
  • Selbst wenn der Nichtzulassungsbeschwerde von Dr. Bardens entsprochen worden wäre, hätte es zu einer -erneuten- inhaltlichen Verhandlung nicht kommen können. Die Revision ist eine Überprüfung auf Rechtsfehler, sie ist keine Tatsacheninstanz.

Ich halte deshalb mal in aller Deutlichkeit fest:

Die aktuell bereits im Netz befindlichen Jubelarien der Lanka-Anhänger sind milde ausgedrückt eine mentale Fehlleistung, härter ausgedrückt eine intellektuelle Unverschämtheit ersten Ranges, eine Propagandalüge, für die sich die meisten Geheimdienste zu schade wären. Ich frage mich wirklich nach der mentalen Verfassung dieser Leute. Natürlich hängen sie nach wie vor den Irrlehren ihres Meisters an – aber die Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde durch den BGH als inhaltlichen Sieg über Dr. Bardens umzuinterpretieren, das ist, schlicht gesagt, allerunterste Schublade. Wenn ich nicht so ein freundlicher und zurückhaltender Mensch wäre, würde ich bestimmt noch ganz andere Worte dafür finden.

 

Nachtrag:
Der obenstehende Beitrag wurde verfasst, als Pressemitteilung und Beschlusstext des Bundesgerichtshofs noch nicht vorlagen. Die Aussagen des Beitrags wurden von den inzwischen vorliegenden Veröffentlichungen des BGH in vollem Umfang bestätigt und bedürfen keinerlei Korrektur.

 

Bildnachweis: Screenshot, aaO

Nachtrag zum Impfthema…

… für alle Impfgegner und Verbreiter unsinniger Geschichten über die Nutzlosigkeit und Gefährlichkeit von Impfungen – hier ein Link:

https://www.washingtonpost.com/news/wonk/wp/2015/05/04/a-horrifying-reminder-of-what-life-without-vaccines-was-really-like/?postshare=2411484104685978&tid=ss_fb-bottom&utm_term=.73ef15c993da

ironlung
Kleiner Polio-Patient in der Eisernen Lunge. Habe ich bei Schulkameraden Anfang der 1960er Jahre noch miterlebt. Alles kein Problem und ganz harmlos… Kinderkrankheiten geben den Kids ja bekanntlich einen Entwicklungsschub.

 

Bildnachweis:  Hulton-Deutsch Collection/CORBIS via Washington Post

 

Das Robert-Koch-Institut zu den aktuellen Impfratenerhebungen: Ein Trauerspiel

clockwork old mechanical high resolution with words Time to Vac
Zeit, zu impfen. Zeit, etwas zu tun.

Dauerthema Impfen

Beim Impfthema, das man nicht oft genug an die Fahne heften kann, sieht es nicht gut aus. Eher schlecht. Und zwar nicht nur deshalb, weil in den Vereinigten Staaten Mr. President elect Donald Trump alles tut, um der Impfgegnerfraktion die Lufthoheit zu verschaffen, zum Beispiel mit der Berufung des Impfgegners Robert Kennedy jr. an die Spitze dessen, was in den USA so etwa der Ständigen Impfkommission entspricht. Nein, auch hier bei uns ist keine Entwarnung zu vermelden. Nicht so spektakulär, aber mindestens genauso besorgniserregend.

Am 5. Januar hat das Robert-Koch-Institut (RKI) sein neuestes „Epidemiologisches Bulletin“ veröffentlicht. Und darin findet sich Bemerkenswertes.

Das RKI stellt schon seit 2001 die Durchimpfungsraten für die wichtigsten Impfungen zusammen. Ein Problem ist natürlich immer die Datenbasis. Bis 2016 stützte man sich auf die Einschulungserhebungen, was natürlich nur eine Momentaufnahme war (also z.B. spätere Impfungen nicht erfasste und ebensowenig erst mit massiver zeitlicher Verzögerung Impfungen, die für Säuglinge neu empfohlen wurden). Seit 2016 steht dem RKI mit der sogenannten KV-Impfsurveillance nun auch ein ergänzendes Instrument zur Verfügung, um die Datenbasis zu verbessern. Dazu wurde mit den Kassenärztlichen Vereinigungen ein System entwickelt und nun auch angewendet, das auf einem Monitoring der kassenärztlichen Abrechnungsdaten beruht. Damit wurde beispielsweise erstmals möglich, eine absolute Zahl nicht bzw. unvollständig gegen Masern geimpfter Kinder hochzurechnen.

Sehr schön.

Und wie sieht nun das aktuell veröffentlichte Ergebnis aus?

Die erste Masernimpfung wird zuerst für Kinder von 11 bis 14 Monaten empfohlen, die zweite ab dem 15. bis zum 23. Monat. Damit ist die Zahl der Kinder interessant, die älter sind als 23 Monate und ohne Impfschutz sind. Davon wurden -bundesweit-  150.000 (!) Kinder des Jahrgangs 2013 nicht vollständig und weitere 28.000 (!!) Kinder gar nicht gegen Masern geimpft.

Viel gehört wird das Argument, das liege vor allem an der schlechter werdenden ärztlichen Versorgung in ländlichen Gebieten. Das scheint nach den Angaben des RKI nicht haltbar zu sein, denn ganz offenbar liegen die Problemgebiete in den Ballungsräumen. Berlin hält unter den großen Städten den traurigen Negativrekord mit rd. 7.300 nicht oder nicht vollständig geimpften Kindern dieses Jahrgangs.

Bei der zweiten Masernimpfung liegt die Durchimpfung bei 73,7 Prozent beim Geburtsjahrgang 2013. Gegenüber den noch für den Jahrgang 2004 erhobenen Daten eine Steigerung – hier betrug der Wert noch 59,1 Prozent (allerdings noch auf der alten Datenbasis ohne Nutzung der KV-Surveillance). Nützt aber wenig, denn, siehe Kommentar des RKI-Präsidenten dazu:  „Schlimm, dass Deutschland inzwischen in Europa das Schlusslicht der Masernelimination darstellt“. Ich halte das für eine mittlere Katastrophe, an der Obergrenze des Mittels.

Die Daten für Grippeimpfungen bei Senioren haben mich (obwohl Berufspessimist) doch sehr überrascht. Die Zahlen sind seit 2009 drastisch rückläufig und zeigen aktuell nur eine Durchimpfungsrate bei dieser Patientengruppe von gerade mal 35,3 Prozent… Und das bei all den Kampagnen pro Grippeschutzimpfung, zumal bei einer der Gefährdetenzielgruppen.

Bei der Impfung gegen Rotaviren, für die durch die KV-Surveillance erstmals überhaupt valide Daten verfügbar wurden, sieht es nicht besser aus.  Die Impfquote für eine vollständige Impfserie gegen Rotaviren beträgt 66 Prozent für den Jahrgang 2014, bei enormen regionalen Schwankungen (zwischen 15 -!- und 90 Prozent).

Das alles ist mehr als unerfreulich.

Höflich ausgedrückt. Die Frage nach den lang- bis mittelfristigen Wirkungen brauche ich hier wohl nicht zu erörtern, die ersten Auswirkungen, vor allem bei den Masern, haben sich längst gezeigt. Bleibt die Frage nach a) den Ursachen und b) den Möglichkeiten, ihnen entgegenzuwirken.

Ich möchte mich hier nicht in soziologischen Hypothesen verlieren. Für mich liegt auf der Hand, dass es eine Verbindung zwischen der ohnehin grassierenden Irrationalität, besonders, was Gesundheitsfragen angeht, und den katastrophalen Impfquoten gibt. Und deren Grundlagen lassen sich in drei Kategorien zusammenfassen: Selbstüberschätzung, Unwissenheit und Gleichgültigkeit. Wobei die Unwissenden von den Selbstüberschätzern, denen, die alles (besser) zu wissen glauben, stark beeinflusst werden und dadurch selbst zu Selbstüberschätzern werden. Zum Beispiel so:

selbstuberschatzer

Oder so:

unwissender

Hier offenbaren sich der mündige Patient und der informierte Bürger in ihrer ganzen schonungslosen Unverantwortlichkeit. Und finden beispielsweise nichts dabei, einen allgemeinen Geltungsanspruch für etwas zu erheben, das sie selbst als ihre „Vermutung“ bezeichnen.

Jedenfalls zeigt sich eines: Trotz aller Kampagnen für Impfungen, trotz Aufklärung, trotz der Bemühungen der Hausärzte (denen ich diese mal unterstelle) beginnt die haltlose Propaganda gegen Impfungen breite und nachhaltige Wirkung zu zeigen.

Auch die Politik sollte sich hier inzwischen angesprochen fühlen. Nicht vorrangig zum Aspekt einer möglichen Impfpflicht, obwohl ab einem gewissen Punkt auch hieran kaum ein Weg vorbeiführen wird. (Nebenbei, staatlicher Paternalismus ist mir prinzipiell ein Greuel. Aber wenn von der Pflicht zur Anbringung von Rauchmeldern bis hin zur Verwendung bestimmter Glühbirnentypen ein solcher Paternalismus für vertretbar gehalten wird, dann brauchen wir, wenn die Volksgesundheit ernsthaft gefährdet ist, wohl nicht allzusehr zu diskutieren.)

Hier noch ein wenig Konstruktives:

Ich hätte da noch einen bescheidenen Vorschlag. Es ist wohl keine unzulässige Unterstellung, dass Impfgegnerschaft und deren Verbreitung unter dem Heilpraktikerstand und in den berühmten Heilpraktikerschulen verbreitet ist. Wie wäre es, wenn die neuen Durchführungsbestimmungen zum novellierten Heilpraktikergesetz vorsehen würden, die Heilpraktiker auf eine Impfberatung nach den Leitlinien des RIK zu verpflichten und bei einem Verstoß als Sanktion den Verlust der Heilpraktikererlaubnis auszusprechen? Das fände ich gar nicht so schlecht, und sei es erst einmal nur als deutliches Signal aus der Richtung der Politik. Das wäre zudem endlich einmal eine konkrete Regelung zum Heilpraktikerwesen, eine Neuerung seit 1939, immerhin… Die kruden Impfgegner“argumente“ im Internet als Fake News zu bekämpfen -was sie zweifellos sind- wäre vielleicht ein etwas weitgehender Vorschlag…

Solange Beiträge wie die obenstehenden offen im Internet nachzulesen sind, komme mir keiner damit, es gebe keinen Handlungsbedarf. Ihrer sind Legion.

 

Mehr zum Impfthema auf meinem Blog: „Erstaunlich an den Gegnern des Impfens ist vor allem, dass es sie gibt.“ (Ärztezeitung) Ein Zwischenruf.

Zur Unwissenheit und Irrationalität bei „Onkel Michaels kleiner Welt“: Ich habe endlich die Homöopathie begriffen!

 

 

Bildnachweise: (1) Fotolia_132025205_XS, (2, 3) Screenshots (anonymisiert)

 

 

 

Was sind die besonderen Stärken der Homöopathie? Eine Aufklärung.

Young businessman pushing large stone uphill
Der bekannte Homöopathiekritiker Sisyphos beim unermüdlichen Versuch, die Mutter aller Globuli zu beseitigen.

Ich zitiere heute mal was:

„Was sind die besonderen Stärken der Homöopathie?

Homöopathie behandelt den ganzen Menschen und nicht nur ein bestimmtes Krankheitssymptom. Sie aktiviert die Selbstheilungskräfte im Körper, denn sie geht davon aus, dass jeder Körper eine Krankheit aus eigener Kraft überwinden kann. Der Körper braucht oft eben nur den entsprechenden Reiz von außen. So kann sie auch Krankheiten heilen, bei denen die Schulmedizin lediglich versucht, die Symptome zu lindern. Homöopathie beugt vor: sie kann einen Menschen „auffangen“, bevor er richtig krank wird

Bei welchen Erkrankungen kann Homöopathie helfen?

Homöopathie kann man bei allen Krankheiten einsetzen, die keiner chirurgischen oder intensivmedizinischen Behandlung bedürfen. Selbst schwere akute oder chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel Asthma, Migräne, Colitis, Neurodermitis oder Rheuma sind mit Homöopathie heilbar. Wichtig ist: Der Organismus muss zu einer Reaktion auf die Arznei fähig sein. Wenn Organe, Knochen, Gewebe allerdings dauerhaft geschädigt sind, können homöopathische Mittel nicht heilen. Helfen können sie aber auch in solchen Fällen. Zum Beispiel um die Begleiterscheinungen dieser Schäden – oder der Therapie dagegen – zu lindern und den Patienten seelisch zu stützen und seine Konstitution zu stärken.

An ihre Grenzen kommt die Homöopathie wenn ein Patient keine individuellen Symptome hat oder diese nicht beschreiben kann. In so einem Fall kann die Ähnlichkeitsregel – Ähnliches mit Ähnlichem heilen – nicht greifen.“

 

Und so weiter…

Und jetzt, liebe Leser, raten Sie mal: Wo findet sich wohl diese ebenso falsche wie irreführende Propaganda pro Homöopathie? In einer Pressemitteilung der Carstens-Stiftung vielleicht? Oder doch eher in einer Broschüre eines Herstellers von homöopathischen Remedia? Oder gar in einer Buchveröffentlichung mit dem Tenor „Selbstbehandlung mit Homöopathie – der risikofreudige Patient“?

Alles falsch.

Es handelt sich um Auszüge aus einem Artikel über „Häufige Fragen zur Homöopathie“ einer gesetzlichen Krankenkasse. Jawohl. Einer gesetzlichen Krankenkasse, der es zwar (leider) erlaubt ist, Homöopathie als Satzungsleistung anzubieten, die aber für meine Begriffe völlig ins Klo greift und ihre Sorgfaltspflichten gegenüber ihren Mitgliedern grob verletzt, wenn sie eine derartige, durch nichts belegte und zudem auch noch großteils inhaltlich falsche „Patienteninformation“ betreibt. Kein kritisches Wort. Kein einziges. Statt dessen die offene unkritische Behauptung, die Homöopathie könne schwere, chronische Erkrankungen „heilen“.

Was zuviel ist, ist zuviel. Es dürfte hier das Verbot von Heilungsversprechen nach dem Heilmittelwerbegesetz zwar nicht direkt greifen, weil die Krankenkasse hier keine Werbung mit dem Ziel des Absatzes von Produkten betreibt. Aber ist das hier nicht noch viel schlimmer, als wenn ein Mittelhersteller sich erlaubt, mit einer Indikation für ein einzelnes homöopathisches Mittel zu werben?

Das Gesundheitsministerium des Landes Rheinland-Pfalz und das Bundesgesundheitsministerium haben von mir den nachfolgenden Text per Mail erhalten:

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme Bezug auf die „Bewerbung“ der Homöopathie auf der Webseite der BKK Pfaff , die in meiner Ansicht nach unverantwortlicher Weise irregeleitete und sachlich falsche „Informationen“ für deren Versicherte enthält. Dies ist nun zwar nichts grundsätzlich Neues auf einer Krankenkassenseite, die Intensität und Absolutheit der unhaltbaren Aussagen bei der BKK Pfaff zur Homöopathie sind aber von bisher nicht gekannter „Qualität“. Insbesondere enthalten die dortigen Ausführungen auch unmittelbare Aussagen zur „Heilung“ von Krankheiten, was weder wissenschaftlich haltbar noch ethisch zu verantworten ist. Ich beschränke mich auf die meiner Ansicht nach wesentlichsten Beispiele:

„Homöopathie behandelt den ganzen Menschen und nicht nur ein bestimmtes Krankheitssymptom. Sie aktiviert die Selbstheilungskräfte im Körper, denn sie geht davon aus, dass jeder Körper eine Krankheit aus eigener Kraft überwinden kann. Der Körper braucht oft eben nur den entsprechenden Reiz von außen. So kann sie auch Krankheiten heilen, bei denen die Schulmedizin lediglich versucht, die Symptome zu lindern. Homöopathie beugt vor: sie kann einen Menschen „auffangen“, bevor er richtig krank wird.“

Allein dieser erste Absatz ist insofern ein Kunstwerk, als dass er gleich eine ganze Reihe von unzutreffenden Aussagen in sich vereinigt.

Homöopathie ist keineswegs eine „ganzheitliche“ Methode (was ist das überhaupt?), ganz im Gegenteil. Sie ist laut Hahnemann eine rein symptombezogene Arzneimittellehre, da man -wie im Organon nachzulesen ist- dort gar keine Krankheiten kennt, ja sogar das Vorhandensein gleichförmiger wiederkehrender Krankheiten leugnet. Alles, was nach der homöopathischen Lehre von einer Krankheit erkannt und gewusst werden kann, sind die individuellen Symptome. Insofern ist gleich der erste Satz der „Patienteninformation“ der BKK Pfaff grundlegend falsch. Dementsprechend ist es eine unglaubliche Anmaßung, ja eine Unverschämtheit, wenn eine Krankenkasse behauptet, die „Schulmedizin“ (von Hahnemann abwertend gemeint) lindere „nur“ Symptome. Dies alles stellt die Tatsachen auf den Kopf und ist bereits geeignet, Patienten zu verunsichern und zu deren Nachteil zu beeinflussten. Indoktrination nennt man das wohl. Unglaublich.

Dann kommt noch die völlig verstiegene Aussage dazu, dass Homöopathie einen Menschen „auffangen“ könne, bevor er krank wird. Das ist pure Esoterik und wiederum ein grober Verstoß gegen homöopathische Grundannahmen. Denn Homöopathie will die „verstimmte Lebenskraft“ des Patienten wieder „geradestimmen“, setzt also eine akute oder chronische Krankheit als vorhanden voraus. Eine irgendwie geartete Prophylaxe oder gar eine „Stärkung des Immunsystems“ (was ohnehin blanker Unsinn ist) ist dem Denkmodell der Homöopathie völlig fremd.

„Homöopathie kann man bei allen Krankheiten einsetzen, die keiner chirurgischen oder intensivmedizinischen Behandlung bedürfen. Selbst schwere akute oder chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel Asthma, Migräne, Colitis, Neurodermitis oder Rheuma sind mit Homöopathie heilbar. Wichtig ist: Der Organismus muss zu einer Reaktion auf die Arznei fähig sein. Wenn Organe, Knochen, Gewebe allerdings dauerhaft geschädigt sind, können homöopathische Mittel nicht heilen. Helfen können sie aber auch in solchen Fällen. Zum Beispiel um die Begleiterscheinungen dieser Schäden – oder der Therapie dagegen – zu lindern und den Patienten seelisch zu stützen und seine Konstitution zu stärken.

An ihre Grenzen kommt die Homöopathie wenn ein Patient keine individuellen Symptome hat oder diese nicht beschreiben kann. In so einem Fall kann die Ähnlichkeitsregel – Ähnliches mit Ähnlichem heilen – nicht greifen.“

Das ist -mit Verlaub- verantwortungsloser Unsinn. Die Homöopathie ist durch die weltweite Wissenschaftsgemeinde als unwirksame Scheintherapie eingestuft und in vielen Ländern aus dem öffentlichen Gesundheitssystem verbannt (siehe z.B. hier). Dass die Homöopathie-Lobby in Deutschland außerordentlich stark ist, ändert an diesem objektiven Befund nicht das Geringste. Vor diesem Hintergrund seitens einer Krankenkasse die Heilung von Asthma, Colitis, Neurodermitis, Rheuma mit Homöopathie in Aussicht zu stellen, ist sicher nicht nur nach meiner Ansicht nicht hinnehmbar. Derartige Propaganda von Seiten einer Krankenkasse halte ich für einen veritablen Skandal, für eine direkte „Gefährdung der Volksgesundheit“.

Es folgt noch eine ganze Reihe von Schwurbelkram, die -leider- davon zeugt, dass hier nicht einfach nur die üblichen Werbebotschaften für eine junge, zahlungskräftige und eher wellnessorientierte Klientel verbreitet werden, sondern dass hier offenbar ein überzeugter Jünger der homöopathischen Methode sein Wissen… Entschuldigung, seinen Glauben verbreitet – und das offenbar auch noch mit beschränkten Kenntnissen über die Grundlagen der Homöopathie.  Aber darauf kommt es gar nicht mehr an.

Ich bin der Ansicht, dass hier ein nicht hinnehmbarer Verstoß gegen die von einer Krankenkasse zu erwartenden Sorgfaltspflichten vorliegt, insbesondere dadurch, dass konkret die Heilungsmöglichkeit von schweren chronischen Erkrankungen durch Homöopathie in Aussicht gestellt wird. Sollte dies so stehenbleiben, werden wir uns wohl über kurz oder lang von der Orientierung auf eine wissenschaftsbasierte Medizin verabschieden können, wenn man die auch andernorts überall aufsprießenden Irrationalitäten im Gesundheitsbereich mit berücksichtigt. Ich bitte Sie daher dringend, in Ihrer Rolle als Aufsichtsbehörde auf die BKK Pfaff mit dem Ziel einzuwirken, diese unsäglichen „Informationen“ aus deren Webseite zu entfernen.

Ich wäre Ihnen für eine kurze Mitteilung über das von Ihnen Veranlasste dankbar.“

 

Jetzt wollen wir doch mal sehen, mit welchen Fadenscheinigkeiten die offiziellen Aufsichtsbehörden über die GKV diesmal kommen werden, um ihr Nichtstun zu bemänteln… Wetten? Wenn überhaupt eine Antwort kommt. Was allerdings die x-te Bankrotterklärung des „pluralistisch organisierten Gesundheitswesens“ wäre.

 

 

Bildnachweis: Fotolia_112290815_XS

Es wird mal wieder Zeit, darauf hinzuweisen…

… dass das Informationsnetzwerk Homöopathie auf seiner Webseite nicht nur gesammelte Informationen zur Homöopathie bereithält, sondern diese auch ständig erweitert! Allgemeinverständlich und seriös. Dort findet man außerdem auch aktuelle Stellungnahmen zu Entwicklungen in Gesundheitswesen, Politik und Co. im Umkreis des Homöopathie-Themas:

inhsite

Tiefergehende Informationen gewünscht? Das zum INH gehörende Portal Homöopedia kann hier mit fachlich sehr fundierten Artikeln im Wiki-Stil dienen. Auch hier wird ständig erweitert und aktualisiert:

homoopedia

Was die Initiatoren des Informationsnetzwerks freut: Heute verlinkt sogar der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrum auf die Seite des INH und empfiehlt sie ausdrücklich zur Lektüre! Also: Länger nicht beim INH vorbeigeschaut? Dann aber los! Klick auf die Bilder genügt!

krebsforschungszentrum

 

PS: Nicht vergessen – auch hier auf meiner Website gibt es Informationen, Neuigkeiten und gelegentlich leicht polemische Stellungnahmen rund um das Homöopathiethema…
Es ist noch so einiges in der Pipeline. Weiterlesen!

 

 

 

Bildnachweis: Screenshots

 

 

 

Die Verfolgung und Ermordung aufklärerischer Ideale, vorgeführt am Beispiel der Verbreitung pseudomedizinischen Bullshits

quanten

Aus der Rezension eines Arztes zu einem Buch eines anderen Arztes über „Quantenheilung“.

Es lässt mir keine Ruhe. Ich muss doch noch einmal auf die 318.000 Treffer zum Begriff „Quantenheilung“ zurückkommen, die Google allein für den deutschsprachigen Raum auswirft. Was mich besonders fassungslos macht, ist der Umstand, dass dort reihenweise Menschen mit akademischer Ausbildung ihre Heildienste, ihre „Ausbildungen“ und ihre literarischen Ergüsse feilbieten. Und das ist nicht auf den engen Bereich der Quantenheilung beschränkt, sondern meist querbeet mit allerlei anderen Absonderlichkeiten verbunden.

Den letzten Anstoß zu diesen erneuten Gedanken gab mir ein aktueller Artikel bei DocCheck, eigentlich eher einige der Kommentare dazu. Man mag über den Beitrag, der einen Seufzer über esoterisch mehr als angehauchte Apothekenkundschaft darstellt, lächeln. Das dürfte auch dessen tieferer Sinn gewesen sein, zumal bei einer Veröffentlichung auf einem Fachportal. Wohl kaum dürfte die Absicht gewesen sein, eine Kontroverse pro und contra Esoterik auszulösen. Was aber dort einige der Fachbesucher, teilweise mit akademischen Titeln ausgestattete Kommentatoren, pro Eso absondern, das hat mich ein weiteres Mal daran zweifeln lassen, ob Opposition gegen den grassierenden Blödsinn überhaupt noch einen Sinn macht.

Ist es möglich und denkbar, dass unsere universitäre Ausbildung versagt bei der Vermittlung ihres Grundanliegens, der Verpflichtung auf objektive Wissenschaftsprinzipien, auf die Kausalität der realen Welt, der Vermittlung der Fähigkeit, zwischen diskussionswürdigen und von vornherein auszuschließenden Thesen zu unterscheiden? Bei der Vermittlung dessen, was Wissenschaftlichkeit im aufklärerischen Sinne überhaupt ist? Versinken Teile der Wissenschaftsgemeinde tatsächlich im Sumpf der Beliebigkeit? Haben unsere Universitäten überhaupt noch einen ausreichenden Bezug zum Humboldtschen Bildungsideal? (Fragen Sie, lieber Leser, bitte nicht, was ich vom Bologna-Studium halte.) Zu der vom reinen Wissen weit entfernten „Anregung aller Kräfte des Menschen, damit diese sich über die Aneignung der Welt entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualität und Persönlichkeit führen soll“ ?

Zweifel sind angebracht.

Unlängst habe ich hier im Zusammenhang mit der Ringvorlesung zu „therapeutischen Ansätzen“ der Homöopathie berichtet, die der DZVhÄ in der medizinischen Fakultät der LMU München durchführt. Das kritische Echo war erheblich, was allerdings keineswegs dazu geführt hat, dass diese Veranstaltungsreihe etwa abgesagt worden wäre. Ich möchte diese Sache noch einmal als ein besonders perfides Beispiel dafür anführen, auf welche Weise der Aspekt des „Wissens von etwas“ über das „Wissen über etwas“ gestellt wird. Hier wird ja keineswegs ein medizinhistorischer Abriss über die Homöopathie geboten, auch nicht eine Darlegung ihrer Methodenprinzipien, auch keine kritische Betrachtung. Nein, statt dessen geht man gleich in medias res und stellt praktische Anwendungen, Therapien, in den Vordergrund, ohne dass der potenziellen Hörerschaft vorher das Grundwissen, das für eine Einordnung dieser „Therapien“ von größter Bedeutung ist, vermittelt wird. Ich bezeichne das als Indoktrination – was hat das an einer medizinischen Hochschule zu suchen?

Wenn Sie, lieber Leser, nun glauben, das sei ein auf die LMU beschränktes Vorkommnis – da muss ich Sie leider enttäuschen.

Haben Sie schon gewusst, dass die Carstens-Stiftung Natur und Medizin unter Einsatz ihrer finanziellen und personellen Ressourcen ein umfangreiches Programm betreibt, mit dem sie studentische Studienkreise zur Homöopathie fördert und zudem ein eigenes Promotionsförderungsprogramm betreibt? Hier wird nicht, wie bei der LMU, die Reputation der Hochschule für Pseudomedizin in Anspruch genommen, nein, hier wird direkt auf der Ebene der Studierenden, der noch nicht ausreichend mit kritischem Hintergrundwissen Ausgestatteten, angesetzt. Nachwuchsförderung der besonderen Art. Auch hier ist wieder -und erst recht- der Begriff Indoktrination angebracht. Auch nur mal als Beispiel für die arme, unterdrückte und ohnehin am Bettelstab daherwandernde Homöopathie, die ja über gar keine Lobby verfügt…

Wie die einschlägige Webseite mitteilt, werden solche Arbeitskreise derzeit an 13 (dreizehn) medizinischen Fakultäten im Bundesgebiet gefördert, teilweise an hochrenommierten. Mir wäre nicht bekannt, dass an irgendeiner dieser Stellen einmal seitens der Fakultätsleitungen kritisch nachgehakt worden wäre. Aber ich weiß ja auch nicht alles. Jedenfalls bestehen diese Studienkreise und werden zweifellos mit Leben erfüllt.

Ist das weniger zu kritisieren als die Ringvorlesung bei der LMU? Nein, noch viel mehr. Weil sich hier die Homoöpathielobby nicht einmal öffentlich zeigt wie im Vorlesungsverzeichnis der LMU, sondern sich an die schwächste Stelle, die Studierenden der Hochschulen, heranwanzt und sozusagen parallel zum Studium bei diesen Proselytenmacherei betreibt. Was, davon hörte ich allerdings, in der Studentenschaft erfreulicherweise keineswegs auf ungeteilte Zustimmung stößt.

Wie kann so etwas sein? Eine Methode, die weltweit als Irrlehre gilt, auf eine katastrophale Studienlage blickt (nachdem man überhaupt die Freundlichkeit hatte, zu ihr Studien, Metaanalysen und Reviews durchzuführen), teilweise in ihren Grundannahmen Naturgesetzen widerspricht und nur noch von Lobbyisten und Proponenten betrieben wird, die ihre Diskurs- und Kritikunfähigkeit beharrlich unter Beweis stellen, kann sich derart präsentieren?  Wenn das Ausdruck von pluralistischem Wissenschaftsverständnis ist und womöglich auch noch mit der Freiheit von Forschung und Lehre gerechtfertigt werden soll, dann mal weiter abwärts auf der schiefen Ebene des intellektuell-wissenschaftlichen Verfalls. Dann wird das Gefasel von Quantenheilung demnächst auch noch mit einem Förderpreis für interdisziplinäre Wissenschaftsarbeit ausgezeichnet werden.

Was könnte man, außer beharrlicher Kritik und dem Schaffen von Öffentlichkeit, denn tun? Eine kleine Idee hätte ich noch.

Wir brauchen, nicht nur in der Medizin, sondern in allen Studienfächern und an allen Hochschulen, ein Studium generale. Eine geistesgeschichtliche und methodische Einführung, eine Anleitung zum kritisch-methodischen Denken und einen Gesamtüberblick über die wichtigsten Wissensgebiete. Erst dann die Spezialisierung.

Und: Solange Fakultäten Umtriebe pseudomedizinischer Interessenverbände an ihren Einrichtungen tolerieren oder gar begrüßen, trifft die Kritik natürlich genau deren Vorstände. Nicht die Studierenden.

Wenn ein modernes naturwissenschaftliches Studium nicht gegen absoluten Schwurbelkram immunisieren kann, dann ist schon viel verloren. Lasst uns das nicht akzeptieren.

Screenshot: Amazon-Rezension (anonymisiert)