Übrigens…

… geht es auch in Irland antidemokratisch und meinungsfreiheitsfeindlich zu, denn man bereitet sich auf die Wakefield-Invasion vor.

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… haben wir es in Essen seit gestern abend hinter uns, die Studentenschaft der Uni Essen-Duisburg veröffentlicht in ihrem Publikationsorgan ak[due]ll einen Gastbeitrag über den gestrigen Abend. Vielen Dank dafür!

Man beachte daraus:

6 Antworten auf „Übrigens…“

  1. Ich bin Vater eines impfgeschädigten Sohnes (im Alter von 6 Monaten unmittelbare Lähmung des rechten Beines und langfristiges Zittern im Nervensystem erklärbar) und eines impfgeschädigten Patenkindes, welches nach Gardasil Schwächen in den Extremitäten mit zunehmenden Schmerzen erlitten hat. In beiden Fällen tauchten die Symptome innerhalb der ersten 24 Stunden auf. Können Sie als Experte mir erklären warum in Impfmittel zur Immunität gegen Viren Antibiotika zugesetzt wird? Und im Falle von Gardasil ein chemisch giftiges Reinigungsalz (Natriumborat) welches industriell in vielen Bereichen als Borax bekannt eingesetzt wird? Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Zwei Kinderärzte hatten kein Wissen und keine Antworten auf diese Fragen. Soviel zum Thema Transparenz von Daten und Fakten. Mit bestem Dank und Gruß Holger

    1. Zunächst einmal mein Bedauern für die Erkrankung Ihres Sohnes. Ich gehe davon aus, dass sie als Impfschaden erkannt, dem RKI / PEI gemeldet und dort geprüft worden ist? Leider gibt es auch schwere Impfschäden, sie liegen in einer Fünfjahresbetrachtung bei 0,0001 Prozent der gegebenen Impfdosen. Die Risiken schwerer und schwerster, auch tödlicher, Krankheitsverläufe bei den impfpräventablen Krankheiten liegen bei 0,01 Prozent, also bei einem Bruchteil der Impfrisiken. Die Abwägung ist eindeutig, sonst gäbe es die Impfempfehlungen des RKI / der Ständigen Impfkommission nicht. Was den Einzelnen, den einmal ein Impfschaden trifft, nicht tröstet – aber die empfohlenen Impfungen an sich weder überflüssig macht noch in Frage stellt.
      Bei den Zusatzstoffen in Impfungen haben die Hersteller sich durchaus etwas gedacht. Diese ständigen Fragen danach unterstellen doch immer irgendwie, dass die Hersteller die volle Absicht verfolgen, die Impflinge zu schädigen. Das ist grotesk und absurd.
      Borax ist ein auch im Lebensmittelbereich verwendetes Konservierungsmittel, als Lebensmittelzusatzstoff trägt es die Bezeichnung E 285. Genau den Zweck der Konservierung verfolgt man auch bei der Zugabe zu Gardasil, in minimalen Dosen (nie vergessen – die Dosis macht das Gift!). Der technische Grund für die Wahl von Borax ist, dass es das einzige Konservierungsmittel ist, das unabhängig vom ph-Wert des Materials wirkt, dem es zugesetzt wird. Die Gardasil-Lösung ist ph-neutral, das schließt die Verwendung nahezu aller anderen Konservierungsmittel aus. Eine „Giftigkeit“ ist damit nicht verbunden.
      In der „Alternativmedizin“ wird Borax löffelweise als „Wundermittel“ angepriesen, “ gegen Arthrose, Osteoporose, Candida, Viren und Pilze, Entgiftung des Körpers, Entkalkung der Zirbeldrüse“. Ok, da darf man wirklich Bedenken haben, aber nicht bei der Zugabe im Mikrogrammbereich in der Gardasil-Ampulle.
      Minimale Antibiotika-Zugaben in einzelnen Impfstoffen stabilisieren diesen und halten ihn keimfrei. Es liegt in der Verantwortung des impfenden Arztes, sich über eventuell vorliegende Allergien zu informieren, die ggf. das Ausweichen auf einen anderen als den Standardimpfstoff nötig macht. Das Paul-Ehrlich-Institut als die für die Impfsicherheit verantwortliche Stelle hat dazu eine Übersicht veröffentlicht, in der mögliche Reaktionen auf Impf-Inhaltsstoffe erörtert und die notwendigen Ratschläge für die Ärzteschaft gegeben werden. https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/bundesgesundheitsblatt/2009/2009-sicherheit-impfstoffe.pdf?__blob=publicationFile&v=3

      Sie können davon ausgehen, dass weder vorsätzlich noch fahrlässig mit Impfstoffen „herumgespielt“ wird. Alles andere gehört in den Bereich der Verschwörungstheorien. Da es keine hundertprozentige Sicherheit gibt, bei nichts im Leben, gibt es die auch nicht bei Impfungen. Gleichwohl sind Impfungen die sichersten Medikamente überhaupt. Schauen Sie sich einmal die Fachinformationen zu Gardasil an, in denen die Studien vor Anwendung und die Nachbeobachtungen minutiös aufgeführt und ausgewertet sind:
      https://www.sozialministerium.at/cms/site/attachments/9/9/7/CH4062/CMS1452689276129/gardasil9-injektionssusp_in_fertigspritze_fi_ii_028_feb2019.pdf

      Dass die befragten Ärzte kein Detailwissen dazu hatten, ist bedauerlich. Die Fakten dazu sind aber offen zugänglich. Man muss sich bei einer Suche im Internet nur nicht von den Unmengen von „impfkritischen“, Panik verbreitenden Seiten irritieren lassen. Am besten sucht man direkt auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts oder des Paul-Ehrlich-Instituts. Das RKI kann man auch mit einer konkreten Frage anmailen, dort wird gern Auskunft gegeben.

  2. Beispiele für Preise Impfstoffe in Österreich AEP= Apothekeneinkaufspreis ohne MWSt; AVP = Apothekenverkaufspreis inkl 10% MWSt in € Stand 1-2017

    Repevax (dTaP-IPV) AEP 21,94 AVP 39,95
    Hexyon (DTaP-HBV-HIB-IPV) AEP 55,13 AVP 96,95

    und einige ältere Preise: Stand 09-2015
    Gardasil 4 AEP 121,55 AVP 190,65
    MMRVax Pro AEP 16,88 AVP 30,75

    In Österreich werden die Preise für kostenfreie Kinderimpfstoffe (das sind leider nicht alle) öffentlich ausgeschrieben, dadurch fällt die Apothekenspanne weg und zusätzlich gibt es noch einen hohen Mengenrabatt.

    Das “ teure Gardasil“ (nunmehr 9 valent) dürfte daher den Staat pro Dosis unter 100 € kosten.
    Und in Entwicklungsländern werden Impfstoffe noch weit unter unseren Preisen abgegeben.Masern Impfstoff unter einem Dollar.
    siehe https://www.unicef.org/supply/files/Measles.pdf

    1. Danke für die Info! Ja, unter den dümmsten „Argumenten“ der Impfgegnerfraktion kämpft „Die böse Pharma will uns vergiften und damit auch noch Kohle machen“ immer unter den ersten Plätzen. Dass sie gerade bei Impfstoffen für Entwicklungsländer und Krisengebiete auch echt altruisitisch handelt, interessiert offenbar niemanden.

      Wer die Gardasil-Story verfolgt hat, sollte sich auch eigentlich im Klaren darüber sein, welcher Aufwand hinter einer solchen Entwicklung steht. Und auch mitbekommen haben, dass bei der Einführung der HPV-Impfstoffe auch wirtschaftliche Aspekte und Kosten-Nutzen-Rechnungen mitgespielt haben. Nicht im dem Sinne, der Pharmaindustrie Geld in den Rachen zu werfen, sondern in dem Sinne, welche Einsparungen im Gesundheitssystem durch solche Impfungen zu erwarten sind – zu Lasten der Pharmaindustrie!

  3. Es sind die Listen-Endverkaufspreise, also das, was jemand in der Apotheke zahlen müsste, wenn er mit einem Privatrezept ankommt. Also der maximale Endverkaufspreis.
    Tja. Und vorliegend geht es nicht mal um die fehlende Einsicht von Impfgegnern, sondern von Ärzten…

    1. Was die Sache nur noch verschlimmert, m.M.n.
      Ich erwarte, dass sich Ärzte im Studium mit Immunologie befasst haben und auch mit Impfungen im einzelnen und entsprechend den „übergeordneten“ Empfehlungen handeln. Wenn nicht, mag ich sie nicht mal als Ärzte bezeichnen…

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