Homöopathie, Gentechnik und das Vorsorgeprinzip nach EuGH™

Die Homöopathie muss vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH). Jedenfalls nach den Maßstäben, die dieser gerade erst in Sachen Grüne Gentechnik für die Frage angelegt hat, ob und wie das „Vorsorgeprinzip“ in Anbetracht möglicher Risiken angewandt werden muss (d.h. der Staat zu Regulierungen verpflichtet werden kann).

Der EuGH hat sich dabei zu einer Art „bedingungslosem Vorsorgeprinzip“ in Sinne von Verbraucher- und Umweltschutz bekannt. So reagieren beispielsweise Bündnis 90/Die Grünen so auf das Urteil, unter der Überschrift „ES GILT DAS BEDINGUNGSLOSE VORSORGEPRINZIP – EUROPAWEIT!“:

„Sie (die EU-Kommission) muss endlich den Prozess für eine überfällige politische Entscheidung in die Hand nehmen, die keinesfalls außer Acht lassen darf: Dass sich einmal in die Natur entlassene Gentechnik-Pflanzen – erst recht ohne gentechnikrechtliche Auflagen zu Risikobewertung und Freisetzung – unkontrolliert in unsere Ökosysteme und über Ländergrenzen hinweg ausbreiten und nie mehr zurückgeholt werden können.“

Nun werde ich hier keine Gentechnik-Diskussion beginnen (der Titel ist natürlich reines Clickbaiting™), obwohl ich dazu eine dezidierte Meinung habe. Denn das ist nicht mein, nicht unser Thema. Mir geht es vielmehr um die Maßstäbe, die der EuGH und alle die, die diesen Urteilsspruch bejubeln, an das Vorsorgeprinzip und an Regulierungserfordernisse anlegen und die Frage, ob sie das wohl auch für andere ähnlich einzustufende „Risiken“ so sehen. Homöopathie, Gentechnik und das Vorsorgeprinzip nach EuGH™ weiterlesen

Nichtimpfen als okkulte Ideologie – die Schleimspur der „eigenverantwortlichen Impfentscheidung“

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Auf diesem Blog ist schon reichlich viel zum Thema „Impfen“ erschienen, Grundsätzliches ebenso wie aus aktuellen Anlässen heraus. Ich bilde mir nicht ein, hiermit die Impfgegner-Szene irgendwie beeinflusst, aber vielleicht ein Fünkchen Licht in die Debatte gebracht zu haben

Im Abstand von über einem Jahr zu Andrew Wakefields faktischem Scheitern in Deutschland und Europa mit seinem Machwerk „Vaxxed“ meine ich nun allerdings eine Front der Impfgegnerschaft aktiv werden zu sehen, die aus einer anderen „ideologischen Ecke“ kommt: Aus der der Anthroposophie. Nichtimpfen als okkulte Ideologie – die Schleimspur der „eigenverantwortlichen Impfentscheidung“ weiterlesen

Bieropathie!

Das Universum der Homöopathie steckt voller Überraschungen. Nur für Humor scheint dort durchaus wenig Platz zu sein – jedenfalls auf Seiten der Homöopathen.

Da ich mich ja ständig durch die weltweiten Publikationen zur Homöopathie wühle (soweit Zeit dafür da ist) und so manchen einschlägigen Newsletter empfange, bekomme ich da – von PubMed/NCBI bis zu Online-Vertreibern homöopathischer Mittel – so manches zu Gesicht. Diese Perle von einem großen Portal pro Homöopathie im fernen Downunder möchte ich euch, liebe Leser, nicht vorenthalten und bringe deshalb den kompletten Text als Übersetzung. Die Übersetzung ist zur besseren Verständlichkeit an einigen Stellen ein wenig frei, aber nicht im Inhalt, der ist genauso zu verstehen, wie er hier wiedergegeben ist.

Ich vermute mal, dass der einleitende Brief des „Besorgten Bürgers“ nicht so ganz ernst gemeint war – jedoch bei der Antwort der „Homöopathin in residence“ bei dem Portal bin ich mir sicher. Die war völlig ernst gemeint.

Also:


Re: Homöopathisches Bier

Liebe Redaktion,

Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass wenn Männer sich zum Biertrinken zusammenfinden, sich ihre Gespräche zwangsläufig dem edlen Ziel zuwenden, die Probleme der Welt zu lösen.

Nun ist das nicht nur eine gute Sache, sondern auch ein Beweis dafür, dass Biertrinken keineswegs die Quelle allen sozialen Übels ist, wie einige uns glauben machen wollen.

Es ist aber auch zu beobachten, dass mit fortschreitender Dauer dieser Treffen die Männer zunehmend ungebärdiger werden.

Das führt mich zu meinem eigentlichen Anliegen.

Nachdem ich in Ihrem letzten Newsletter über das homöopathische Mittel zur Hilfe bei „Kater“ gelesen habe, finde ich, dass die Homöopathen sofort damit beginnen sollten, die homöopathische Kraft des Biers im Hinblick darauf zu erforschen, dass es ja die Menschen dazu bringt, die Probleme der Welt lösen zu wollen.

Allerdings müsste man gleichzeitig natürlich versuchen, das Trinkritual von seinen negativen Auswirkungen wie Gewichtszunahme und unkontrolliertem Verhalten zu befreien.

Daher mein Vorschlag zu homöopathischem Bier. Es sollte vier Anforderungen erfüllen können:

  • Es muss natürlich / organisch sein, bis zur letzten Schaumblase.
  • Der Genuss sollte nicht zu einem Kater führen, egal welche Menge verbraucht wird.
  • Es muss auch im Rahmen eines Gewichtsreduzierungsprogramms eingesetzt werden können.
  • Es muss mit zunehmender Aufnahme beruhigend wirken statt als Katalysator für zur Unruhe und Unfrieden.

Nun, da ich weiß, dass die Homöopathie alle Substanzen in sicherer Form bereitstellt und gleichzeitig ihren gesundheitsfördernden Nutzen steigert, möchte ich wissen, ob sich bereits illustre Homöopathen der edlen Sache der Potenzierung von Bier angenommen haben!? Was wäre das für ein Glücksfall für den Planeten!

Gibt es ein homöopathisches Bier mit den wunderbaren Eigenschaften, die ich oben beschrieben habe?

Mit freundlichen Grüßen,

Besorgter Bürger


Dieser Brief wurde zur Stellungnahme an unsere Homöopathin Fran Sheffield weitergeleitet.

(Anm. KAvG: Fran Sheffield ist eine in Australien wohlbekannte und gerichtsnotorische Homöopathin, die sich schon einige Male wegen unzulässiger gesundheitlicher Aussagen / Versprechungen vor Gericht verantworten musste. Sie ist in Australien zudem die Vorreiterin einer „Homöopathischen Therapie bei Autismus“. Wer gute Nerven hat, suche mal bei YouTube nach „Fran Sheffield“, ich verzichte hier auf eine Verlinkung. Sie ist zudem eine der Leiterinnen von Homeopathy Plus, von deren Webseite diese Biergeschichte stammt.)


Lieber besorgter Bürger,

Ihr Brief wirft einige interessante Punkte auf.

Nach unserem Wissen ist Bier noch kein homöopathisches Heilmittel, aber Sie werden sich freuen zu hören, dass reiner Alkohol eine homöopathische Ursubstanz ist. In der Tat zeigen die Daten aus der homöopathischen Arzneimittelprüfung, dass homöopathischer Alkohol zur Behandlung von Symptomen geeignet ist, die denen der Trunkenheit ähnlich sind. Die Symptome, die bei den Arzneimittelprüfungen von reinem Alkohol auftraten, waren unter anderem:

  • Heiterkeit mit Lachen und Gesprächigkeit,
  • Enthemmung,
  • Gefühl des Schwebens,
  • Lust, sich zu amüsieren,
  • Albernheit und unreifes Verhalten,
  • Lügen, Stehlen, moralische Defizite,
  • Aggression, Lust, andere zu verletzen, Wut,
  • Verwirrung, Missverstehen, Vergesslichkeit,
  • Erhöhte Empfindlichkeit der Sinne, entweder schläfrig oder gereizt,
  • Lust auf Alleinsein wegen Verwirrung oder erhöhter Sinnesempfindlichkeit
  • Koordinationsprobleme, Unbeholfenheit, Tolpatschigkeit
  • Depression – Traurigkeit wegen der persönlichen Lebenssituaion,
  • Verlangen nach Koffein, Alkohol, Drogen oder anderen Stimulanzien,
  • Suche nach Stimulation durch Aktivitäten wie schnelles Fahren oder laute Musik.

Bevor Sie sich jetzt gleich Alkohol als homöopathisches Mittel besorgen, lassen sie mich ein wenig weiter erläutern.

Homöopathischer Alkohol wird gegen die beschriebenen Symptome höchst wirksam sein. Das setzt aber voraus, dass die Symptome der Patienten den oben genannten wirklich ähnlich sind. Wenn ja, dann passt der homöopathische Alkohol hervorragend zu Ihrem „Symptombild“, wie Homöopathen sagen, und er wird eine enorme Hilfe sein.

Aber: Wenn diese alkoholbedingten Symptome nur ein Teil dessen sind, was das gesamte Leiden ausmacht, weil auch Symptome anderer Gesundheitsprobleme im Patienten mit den beschriebenen zusammentreffen, wird das Symptombild des Patienten sehr verschieden von dem „reinen“ Symptombild homöopathischen Alkohols sein und ein ganz anderes Mittel benötigen. Leider hilft der homöopathische Alkohol in solchem Falle nicht weiter!

Und gehen Sie nicht davon aus, dass homöopathisches Bier törichte Männer zu Weltrettern machen könnte. Dies ist selbst ein zu behandelndes wahnhaftes Symptom des übermäßigen Konsums von Bier. In geeigneten homöopathischen Dosen, durch Mittel wie Bier oder anderem, werden solche Symptome wie diese Wahnvorstellungen nur normalisiert und der Betroffene wieder gesund. Sie können Wahnvorstellungen nicht in die Realität umsetzen.

Also, Besorgter Bürger, mir ist klar, dass dies vielleicht nicht die Nachricht ist, die Sie zu erhofft hatten, aber nicht verzweifeln. Hilfe ist immer da. Folgen Sie den Tutorials, die wir in jedem Newsletter vorstellen, dann werden Ihnen die Geheimnisse der Homöopathie enthüllt.

Sie werden herausfinden, was Ihr wirkliches Symptombild ist und wie es behandelt werden sollte. Sie werden vielleicht sogar lernen, wie Sie Ihr eigenes homöopathisches Mittel „Bier“ herstellen können, um dessen gesundheitsfördernde Wirkung besser zu erforschen. Nun, das wären dann wissenswerte Informationen und etwas, das man mit unserer Community teilen kann!

Homöopathische Grüße (ich fand keine bessere Übersetzung für „Yours in homeopathy“),

Fran Sheffield (Homöopath)


Kein weiterer Kommentar. Vielleicht nur, dass ich die Ausführungen zu Wahnvorstellungen ausgesprochen interessant fand. Und dass die Aussies offenbar nicht viel vertragen, wenn die beschriebenen Symptome bei ihnen schon in Prüfpotenz C30 auftraten…

Diesen Beitrag widme ich meinem Skeptiker-Freund und Bloggerkollegen Peter Biebl, der schon seit langem nicht müde wird, in unseren Landen die Bieropathie populär zu machen.


Bildnachweis: Pixabay / Creative Commons License CC0

Gedanken über IGeL

Ich find Wortspiele dooooof…

Wer ist ihnen nicht schon einmal begegnet, den IGeL-Angeboten in der Arztpraxis, den „individuellen Gesundheitsleistungen“, deren augenfälligster Aspekt erst einmal ist, dass man sie aus eigener Tasche bezahlen darf?

Zu diesem Thema überraschte kürzlich der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) mit einer sehr deutlichen Pressemitteilung [1] zu seinem „IGeL-Report 2018“. Dort heißt es u.a.:

„Jeder Zweite bekommt beim Arztbesuch Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) angeboten, die privat zu bezahlen sind. Der IGeL-Monitor hat in einer repräsentativen Umfrage erstmals die Top 10 der meistverkauften IGeL ermittelt. Fazit: In den Praxen werden häufig Früherkennungsuntersuchungen wie Ultraschall, Augeninnendruckmessung und Ähnliches verkauft. Viele der Topseller widersprechen Empfehlungen medizinischer Fachverbände, weil ihr Schaden den Nutzen überwiegt.“

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Ärzte und Homöopathie – eine Reputation?

Ein viel gebrauchtes Argument der homöopathischen Fraktion ist, dass die Methode ja von approbierten Ärzten auch in nicht unerheblichem Umfang angewendet werde. Woraus man bitte doch auf die Seriosität der Homöopathie schließen möge, denn die Ärzte als akademisch-wissenschaftlich ausgebildete Fachleute würden das doch niemals tun, wenn sie nicht zutiefst von ihrer Richtigkeit und Evidenz überzeugt wären.

Gewisse Zweifel an dieser Konklusion hatte ich ja schon immer. Insofern fand ich es interessant, dass bei der Studiendatenbank PubMed eine Publikation eingestellt wurde, die sich genau mit diesem Thema befasst: „Beliefs, endorsement and application of homeopathy disclosed: a survey among ambulatory care physicians“, also „Glaube, Befürwortung und Anwendung der Homöopathie: Eine Umfrage unter Ärzten im ambulanten Bereich“.

Und was steht da so drin?

Befragt wurden alle Ärzte, die im Jahr 2015 im Schweizer Kanton Zürich ambulant tätig waren (n = 4072). Es ging um folgende Fragestellungen:

  • Zusammenhang der Verordnung von Homöopathie mit medizinischen Fachgebieten;
  • Welche Absichten mit den Verordnungen verfolgt wurden;
  • Inwieweit ergaben sich Übereinstimmungen mit bestimmten Einstellungen;
  • Ansichten zur Homöopathie einschließlich Erklärungsmodelle,
  • Bewertung der Evidenzbasis der Homöopathie;
  • Annahme der Eignung von Homöopathie bei bestimmten Indikationen,
  • Erstattungsfähigkeit der homöopathischen Behandlung durch die gesetzlichen Krankenkassen?

Die Teilnahmequote betrug 38%, das Durchschnittsalter 54 Jahre. 61 % der Befragten waren männlich. Bei 40 % handelte es sich um internistische Allgemeinärzte.

23% der Befragten verordneten Homöopathie mindestens einmal jährlich. Schwerpunktmäßig waren an medizinischen Fachgebieten besonders an den Verschreibungen die Bereiche Allgemeinmedizin (keine Spezialisierung), Pädiatrie und Gynäkologie/Geburtshilfe beteiligt.

Von den Verordnungen waren nur 50 % eindeutig dazu bestimmt, spezifische homöopathische Wirkungen hervorzurufen, nur 27 % der Verschreibenden hielten sich strikt an die homöopathische Verschreibungslehre (was ist das?) und nur 23 % glaubten, dass es wissenschaftliche Beweise für eine Wirksamkeit der Homöopathie gibt. Die Sicht auf die Homöopathie als Placebo-Methode fand die stärkste Zustimmung unter den Verordnern (!) und auch den Nichtanwendern (63% bzw. 74% Zustimmung). Eine Erstattung homöopathischer Heilmittel durch die gesetzliche Krankenversicherung wurde von 61% aller Befragten abgelehnt (was immerhin im Hinblick auf die momentane Gesetzeslage in der Schweiz bemerkenswert ist).

Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass medizinische Fachgebiete die Homöopathie mit deutlich unterschiedlicher Häufigkeit anwenden und nur die Hälfte der Verordnungen dazu bestimmt war, homöopathie-spezifische Wirkungen erzielen zu wollen. Darüber hinaus erkennt die Mehrheit der Verordner (!) an, dass die Wirksamkeit der Homöopathie nicht bewiesen ist und misst ihren traditionellen Prinzipien wenig Bedeutung bei.

Bestimmte medizinische Spezialgebiete (wen wundert es, dass es sich dabei um Pädiatrie und Gynäkologie/Geburtshilfe handelt?) und die damit verbundenen Anforderungen der Patienten, aber auch die Offenheit der Ärzte gegenüber Placeboeingriffen können bei homöopathischen Verschreibungen eine Rolle spielen. Die ärztliche Fortbildung sollte daher nicht nur die Evidenzgrundlage der Homöopathie, sondern auch ethische Dilemmata mit Placebo-Interventionen thematisieren.

Man darf hiernach sicher festhalten, dass von einem Rückhalt der Homöopathie in der Ärzteschaft zumindest bei dieser Untersuchung keine Rede sein kann. Allerdings gibt es trotz dieses irgendwie ermutigenden Ergebnisses immer noch zuviel davon. Beispielsweise konzentriert in der Mitgliederschaft des Deutschen Zentralvereins homöopatischer Ärzte, was die Ärztekammern in die Lage versetzen könnte, Fortbildungen sehr gezielt anzubieten…

 

Von toten Pferden und falschen Perspektiven

Könnt ihr euch, liebe Leserinnen und Leser, vorstellen, dass man es manchmal einfach leid ist, immer wieder, entweder zum zighundertsten Mal auf die gleichen oder aber auf wieder neue unhaltbare Fantastereien der homöopathischen Szene einzugehen? Nicht nur auf diesem Blog.Ergebnis: Keinerlei vernünftiger Diskurs in Sicht.

Manchmal ist einem kaum noch bewusst (sollte es aber sein), dass man in Sachen Homöopathie speziell und Pseudomedizin allgemein eigentlich ein totes Pferd bekämpft und versucht, die Reiter  vom Ableben ihres Transportmittels zu überzeugen. Sie simulieren aber lieber weiter vollen Galopp und wiehern dann eben selbst, notfalls keilen sie auch selbst aus. Von toten Pferden und falschen Perspektiven weiterlesen

Bullshit-Festtags-Bingo: Upgrade

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich habe empörte Reaktionen auf meinen gestrigen Beitrag zum Bullshitbingo erhalten. Ja. Es hat mich auch wirklich getroffen.

Wie konnte ich nur ein paar eigentlich unverzichtbare Schlüsselbegriffe der Homöopathie nicht mit vorsehen? Zu entschuldigen allein durch die späte Stunde und durch die Fokussierung auf den Weltkongress der Homöopathie, der mich gestern doch erheblich in feinstoffliche Störschwingungen versetzt hat.

Demzufolge bitte ich, mir das Versäumnis noch einmal nachzusehen und liefere hier einen kleinen Nachtrag. Der Anlass ist ja nach wie vor angemessen – heute ist ja der eigentliche Kongressbeginn terminiert. Bullshit-Festtags-Bingo: Upgrade weiterlesen

Bullshittag!

Etwas spät, aber unumgänglich: Es gilt, den heutigen Tag in besonderer Weise zu würdigen.

Heute, liebe Leserinnen und Leser, wollen wir am Vorabend des großen Ereignisses in ehrfürchtiger Anteilnahme des morgigen offiziellen Beginns des Homöopathische Weltärztekongress 2017 gedenken, unter dem schönen Motto „Networking in Medical Care“.  Wie ich an anderer Stelle vorsichtshalber schon verdeutlicht habe, handelt es sich durchaus nicht um eine Satireveranstaltung, auch nicht um eine Tagung von Medizinhistorikern. Nein, ganz offensichtlich geht es tatsächlich darum, ein weiteres Mal die Homöopathie als ernstzunehmende medizinische Therapie zu feiern und die Darlegung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu simulieren. Und sich mit dem „Networking“-Motto unter der falschen Flagge „komplementär“ an die wissenschaftliche Medizin (dort gelegentlich Schulmedizin genannt) heranzuwanzen. Bullshittag! weiterlesen