Homöopathie international: Die Reviews / die Statements / die Maßnahmen

Teil I:         Übersicht über die veröffentlichen Reviews / Metaanalysen zur Homöopathie (seit 1991)

Teil II:        Stellungnahmen von wissenschaftlichen Organisationen und staatlichen Stellen zur Homöopathie

Teil III:       Gesundheitspolitische / staatliche Maßnahmen zur Homöopathie im Gesundheitswesen (seit 2016)

Stand: 19. März 2019

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Homöopathie – Wunderglaube?

Die Homöopathieanhänger finden nichts dabei, einer Methode das Wort zu reden, die sich in ihrem eigenen Alltag ständig selbst widerlegt. Eine erstaunliche Form von Glaubensfestigkeit.

 

Häufig weisen Kritiker darauf hin, dass Homöopathie als Methode vor allem deshalb schon a priori obsolet sei, weil ihre Grundlagen gegen naturgesetzliche Gegebenheiten, gegen wissenschaftlich erstklassig abgesicherte Erkenntnisse verstoßen, die sich täglich, stündlich, sekündlich in unser aller Alltag manifestieren – nur für die Homöopathie jedoch suspendiert sein sollen. Häufig kommt die Frage nach genauerer Erläuterung dieser Position. Wir wollen es im Folgenden versuchen.

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Fake-Homöopathie-Fake

In Russland gibt es eine Firma namense OOO NPF Materia Medica Holding, unter Führung eines gewissen Oleg Epstein, die homöopathische Produkte herstellt. Wie nun offenbar wurde, stellte Epstein gleich auch die für diese Produkte passenden Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Journalen mit her. Und nicht nur das.

2018 hat PLOS ONE (Public Library of Science, ein Open-Access-Online-Journal) eine Arbeit von Epstein et al. mit dem Titel „Novel approach to activity evaluation for release-active forms of anti-interferon-gamma antibodies based on enzyme-linked immunoassay“ zurückgezogen. Für den Nichtfachmann ein Buch mit sieben Siegeln, dieser Titel. Jedoch, die Erklärung zum Retract von PLOS ONE hatte es in sich:

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Ein Einzelfall! – Ein Einzelfall?

Mal wieder hat ein Presseorgan der Heilpraktikerszene Gelegenheit zur Selbstdarstellung in einem redaktionellen Beitrag gegeben. Zugegeben, als „ausgewogene“ Replik zu einer kürzlich am gleich Ort erschienenen Kritik. Gleichwohl.

Ein Verbandsvertreter kam zu Wort, mit der Attitüde der „besseren Medizin“ und des guten (besseren?), empathischen Heilkünstlers, selbstverständlich. Dementsprechend auch mit den üblichen Whataboutisms und den Vorwürfen gegen die Ärzteschaft, es gehe ihr bei der Kritik an den HP nur um die Sicherung eigener Pfründe, ja, es sei eine „Hexenjagd“ zu konstatieren. Nun, dazu braucht man nichts mehr zu sagen, die Würdigung dieser immer wiederkehrenden, „sachbezogenen“ Sprechblasen findet sich z.B. hier, hier und hier.

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Evidenzkriterien und Schwalben – Nachschlag zur Akupunktur

Kürzlich hatte ich hier aus gegebenem Anlass dargelegt, dass die Beurteilung der Evidenzlage (nicht nur) für Akupunktur sich aus der Gesamtschau der vorliegenden Erkenntnisse ergibt und nicht aus Cherrypicking und / oder irgendwelchen Einzelarbeiten. Auf Twitter hat sich zum Beitrag hier und da eine Diskussion entsponnen, die leider einmal mehr zutage gefördert hat, dass man teils einfach vor Wände zu reden scheint.

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„Akupunktur ist mehr als Placebo“ – Quark bei Quarks

Gestern – am 21.02.19 – veröffentlichte das WDR-Wissenschaftsmagazin „Quarks“ einen Videobeitrag und den zugehörigen Text unter dem Titel „Akupunktur ist mehr als Placebo“. Wohlgemerkt, das mit einem wissenschaftlichen Anspruch antretende TV-Magazin „Quarks“ tat das, nicht das Zentrum der Gesundheit oder der Zentralverein der deutschen Pseudomediziner.

Nein, Akupunktur ist NICHT mehr als Placebo (worunter ich in diesem Falle mal „unpräzise“ die Gesamtheit der non-specific-Effects, aller Kontexteffekte, verstehe), darüber besteht in der seriös-kritischen wissenschaftlichen Gemeinde kein Dissens. Was Quarks in der Diskussion auf Facebook für eine Engstirnigkeit gegenüber einer Vielzahl fundierter und belegter Einwände demonstrierte, das hat mich mehr verstört als der Beitrag selbst.

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Mit Brettern ausgelegter Weg als Symbol für den sprichwörtlichen Holzweg

Paradigmenwechsel – so, so.

Heute mache ich es mal kurz.

Verehrte Kontrahenten von der homöopathischen Fraktion und Befürworter wissenschaftlicher Revolutionen. Euch scheint bei der Forderung nach einem „Paradigmenwechsel“ in der Medizin, gar einer wissenschaftlichen Revolution in eurem Sinne, etwas entgangen zu sein.

Es wäre hilfreich, die Realität wahrzunehmen. Wir erleben doch einen großen Paradigmenwechsel in der Medizin, einen grundlegenden, der seit längerem anhält und noch nicht abgeschlossen ist und der durchaus als Revolution im Sinne Thomas S. Kuhns angesehen werden kann:

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In eigener Sache

Aus wiederholt gegebenem Anlass ein paar Worte in eigener Sache.

Ich befasse mich ja nun schon eine Weile auf meinem Blog und an anderen Stellen mit Fragen der Wissenschaft, sowohl was (medizin-)wissenschaftliche Erkenntnis, ihre Einordnung und Bewertung angeht, als auch mit Grundsätzlichem, also der alten Frage: Was wissen wir – und was können wir wissen?

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„Deklaration *) Homöopathie“ – wirklich eine Gegenposition?

Eine Reihe von Personen, großteils mit akademischer Reputation, zusammen mit verschiedenen Institutionen, verbunden durch vitales Interesse an der Homöopathie, haben unter der Federführung von Prof. P.F. Matthiessen eine „Deklaration Homöopathie 2019“ veröffentlicht (erschienen zuerst in der „Zeitschrift für Onkologie“ dort noch als „Stellungnahme“, nun auch, betitelt als „Deklaration“, auf der Webseite des Zentralvereins homöopathischer Ärzte).

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